Aktuelle Beiträge und Presseberichte des Waldbauverein Altenkirchen e.V.

An dieser Stelle finden Sie aktuelle Beiträge und Presseberichte. Sollten Sie hier eine Beitrag oder Pressebericht nicht mehr vorfinden, dann schauen Sie bitte in unser Beitrags- und Pressearchiv.

Die Siegener Zeitung berichtet am 24.01.2019 über die Borkenkäferplage und den Folgen für die Holzvermarktung.

Den Artikel können Sie hier lesen.

Hier finden Sie unseren Flyer mit einer detailierten Reisebeschreibung.

Flyer Exkursion 2018

Die Lage im deutschen Wald muss zur Zeit durch die Folgen der Dürre und des Insektenbefalls als katastrophal bezeichnet werden. Dazu eine Resolution des Bundeskongresses für forstliche Zusammenschlüsse am Ende des Beitrags. Entsprechend der Situation im Wald ist die Absatzlage auf dem Holzmarkt ebenfalls sehr schwierig.

Jeder Waldbesitzer kann bei der Schadensbegrenzung helfen:

  • Holz stehend konservieren und Einschlag erst, wenn ein kurzfristiger Verkauf gesichert ist
  • Keine Sortimente aufarbeiten, für die es aktuell keinen Markt gibt (dazu gehört auch älteres Käferholz)
  • Wo es Sinn macht, Entrindungsmöglichkeiten prüfen (Entrindungsmaschine)
  • Keine Aufarbeitung ohne Abstimmung mit dem zuständigen Förster

                                                Resolution
Bundeskongress Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse 2018               

                      Waldbesitzer im Würgegriff des Klimawandels
Der deutsche Wald ist akut bedroht. Und damit auch alle Leistungen, die der Wald für die Gesellschaft
erbringt. Diese gehen über die wichtige Rohstoffbasis hinaus und schließen auch die Erholungsleistungen,
die Schutzfunktion und den Lebensraum Wald ein.
Seit nunmehr 2 Jahren wird das Geschehen in der Forstwirtschaft durch eine nicht enden wollende
Reihe von Extremwetterereignissen bestimmt. Seit Sommer dieses Jahres hat sich die Lage durch den
zusätzlichen Anfall riesiger Holzmengen infolge von Dürre und Insektenbefall nochmals dramatisch
verschärft. Deutschlandweit sind bis dato 20 Mio. Festmeter Schadholz allein im Privatwald angefallen.
In der Summe entstand eine Kahlfläche von 50.000 Hektar - eine Fläche 250-mal so groß wie der
Hambacher Forst. Doch das ist erst der Anfang. Experten rechnen für die kommenden Jahre mit weiter
steigenden Insektenschäden in ganz Mitteleuropa.
Vielerorts ist das Schadholz nicht mehr oder nur noch zu Ramschpreisen abzusetzen. Mittlerweile
sind über 300.000 Waldbesitzer betroffen. Finanzielle Reserven für eine planmäßige Wiederbewaldung
sind aufgezehrt. Vor allem für kleine Familienbetriebe sind die Grenzen der Belastbarkeit deutlich
überschritten.
Folgende Leistungen aus dem Kleinprivatwald für die Gesellschaft sind gefährdet:


o Die Erreichung der Klimaschutzziele durch die Holzverwendung.
o Die Erholungsmöglichkeiten in unseren Wäldern.
o Die vielfältigen Schutzfunktionen des Waldes.
o Die Wertschöpfung, Arbeit und Einkommen im ländlichen Raum.


Aus ganz Deutschland haben sich in Wernigerode Vertreter des Kleinprivatwaldes zusammengefunden,
um die katastrophale Lage zu analysieren und über Lösungen zu beraten. Nur durch eine nachhaltige
Bewirtschaftung der Wälder wird es möglich sein, alle Leistungen des Waldes für die Gesellschaft
zu sichern.
Dieser Aufgabe stellen sich die Waldbesitzer. Aber allein für die Wiederbewaldung der Schadflächen
wird im Jahr 2019 ein Betrag von 250 Mio. Euro notwendig sein, den die betroffenen Waldbesitzer
unmöglich aus eigener Kraft aufbringen können. Die prognostizierten Schäden in den Folgejahren
werden nochmals ein Vielfaches dieser Kosten verursachen.
Hunderttausende Waldbesitzer sind überfordert und fühlen sich mit den Folgen des Klimawandels
allein gelassen. Ohne die Unterstützung der Politik beschleunigt sich die Entwaldung mit dramatischen
Auswirkungen für die gesamte Gesellschaft.

Der Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz lädt ein zur Mitgliederversammlung am Dienstag, den 13.11. 2018

in die Stadthalle Boppard.

Nach den vereinsinternen Tagesordnungspunkten im nicht öffentlichen Teil folgt nach den diversen Grußworten der

"Bericht aus Berlin" von Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW - Die Waldeigentümer. Im Anschluss

spricht die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, über "Strategien und Maßnahmen der Bundesregierung

für den Forstsektor".

Der Waldbauverein Altenkirchen organisiert für seine Mitglieder wieder eine Busfahrt zu dieser Veranstaltung. Wir hoffen auf eine rege

Beteiligung. Eine Anmeldung ist erforderlich.  Hier geht es zum Rückmeldeformular.

Bei den diesjährigen Westerwald Holztagen in Herschbach Oww. war der Waldbauverein Altenkirchen gemeinsam mit dem Waldbauverein Westerwaldkreis und dem Zertifizierer PEFC mit einem Informationsstand vertreten.Neben vielen interessanten Gesprächen und einer Fülle von anschaulichem Informationsmaterial zum Mitnehmen, sorgte der sogenannte "Heiße Draht" (freundliche Leihgabe der Firma MANN Naturenergie) für Kurzweil und Spass bei den großen und kleinen Gästen. Im Außenbereich konnten mit dem Spannungssimulator beeindruckend oft unterschätzte Gefahren bei Holzfällarbeiten deutlich gemacht werden.

Nach Sturm, Dürre und Schädlingsbefall in diesem Jahr geht es  um die Existenz unseres Waldes!

Die derzeitige Lage ist eine sehr ernst zu nehmende Bedrohung für unseren Wald. Scheinbar hat die Politik diese Lage nicht vollumfänglich erkannt.

Verbände, wie die „AGDW – Die Waldeigentümer“ hatten die Gelegenheit bei der Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf  die politisch verantwortlichen Minister auf die Betroffenheit des Waldes und der Eigentümer hinzuweisen.

Um diese wichtige Arbeit zu unterstützen hat der Waldbauverein Altenkirchen mit einer Gruppe von Mitgliedern an der Waldbauerndemonstration flankierend zu der Verbandsanhörung in Bad Sassendorf teilgenommen.

 

Ohne sich des Vorwurfs der Übertreibung auszusetzen, muss leider festgestellt werden, dass der trockene und heiße Sommer im Wald dramatische Schäden angerichtet hat, deren Auswirkungen jetzt und in naher Zukunft zu Tage treten.

Die Bewältigung der Folgeschäden wird erhebliche Anstrengungen erfordern, finanzielle Einbußen sind unvermeidlich.

Hierzu eine Pressemitteilung des Präsidenten des AGDW - Die Waldeigentümer:

Zu Guttenberg: Wald ist von Dürreschäden massiv betroffen

Jahrhundertkatastrophe im deutschen Wald: Nach Orkanen und Stürmen haben Hitze und Trockenheit den Waldeigentümern zugesetzt / AGDW – Präsident zeigt Unverständnis über fehlende Hilfen durch Bundesregierung

Bei der finanziellen Unterstützung durch die Bundesregierung auf Grund der Dürreschäden wurden die Waldeigentümer ignoriert. Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, zeigt Unverständnis darüber, auch weil dem zuständigen Ressort konkrete Meldungen über die Schäden in den Wäldern vorliegen.

„Unsere Wälder sind ebenso wie die Acker- und Grünlandflächen massiv von den Dürreschäden betroffen“, sagte zu Guttenberg, „diese Schäden aber wirken in der Forstwirtschaft mit all ihren Folgen noch viele Jahre nach“. Im Gegensatz zur Landwirtschaft liegen die Produktionszeiträume hier bei Zeiträumen zwischen 100 und 200 Jahren. Unzählige Aufforstungen müssen im nächsten Jahr wiederholt werden, Schädlinge lassen bereits heute die durch Trockenheit gestressten Bäume absterben und die Zuwachsverluste können erst nach Ende der Vegetationszeit analysiert werden.

„Die Forstwirtschaft hat besonders unter der Hitze und Trockenheit gelitten, weil die gleichen Wälder, die bereits durch die Stürme der letzten Jahre erheblich geschädigt wurden, heute vertrocknen“, sagte der AGDW - Präsident. Während in der Vergangenheit oft Nadelhölzer betroffen waren, sind in diesem Sommer auch die Laubhölzer schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Viele Laubbäume verlieren bereits in diesen Wochen ihre Blätter. Ob sie im nächsten Jahr wieder austreiben ist ungewiss. Dies führt zum Teil zu flächigem Absterben der Wälder. „Die Kombination verschiedenster Schadereignisse, die allesamt auf den Klimawandel zurückgeführt werden können, ist einmalig. Deshalb muss von einer Jahrhundertkatastrophe im deutschen Wald gesprochen werden“, betont der AGDW-Präsident.

Durch den zusätzlichen Kollaps des Holzmarktes haben die Waldeigentümer massive Ertragsausfälle zu beklagen. Der notwendige Waldumbau zur Anpassung an den Klimawandel kommt durch das Absterben der forstlichen Kulturen ins Stocken. Diese finanziellen Folgen können die Waldeigentümer nicht allein tragen, zahlreiche Betriebe sind im Fortbestand bedroht. Realistische Schätzungen liegen bei mehreren Milliarden Euro. Mit der Schwächung der Wälder stirbt nicht nur die Holzproduktion, es gehen auch die vielfältigen Erholungs- und Schutzleistungen des Waldes verloren.

„Mit unserem Wald darf nicht nur schöne Wohlfühlpolitik gemacht werden. Es erwachsen dem zuständigen Ministerium und der Politik auch Verantwortungen, die wir dringend einfordern“, sagte zu Guttenberg.

Die AGDW – Die Waldeigentümer erwartet von der Politik konkrete Handlungen, damit die Waldeigentümer mit den Folgen des Klimawandels nicht allein gelassen werden:

  1. Zunächst sind einerseits schnelle finanzielle Nothilfen für den Wald, die Aufarbeitung der Schäden und für den Holzschutz notwendig. 
  2. Des Weiteren müssen unbürokratisch und schnell Holzlagerplätze geschaffen werden.
  3. Als dritte Sofortmaßnahme fordert die AGDW einen Aufruf zu einem bundesweiten Einschlagstopp für Frischholz, um die Märkte zu entlasten.

Neben diesen dringenden Sofortmaßnahmen erfordern die langen Produktionszeiträume der Forstwirtschaft auch langfristige Hilfsmaßnahmen durch die Politik. Zu Guttenberg: „Es kommt darauf an, alle Waldfunktionen für die Zukunft zu sichern und den Wald an die sich schnell ändernden klimatischen Verhältnisse anzupassen.“ Dazu ist es wichtig die Waldeigentümer bei ihrem Risikomanagement zu unterstützen, um sich auf den Klimawandel besser vorzubereiten. Probate Mittel wären hierbei u.a. steuerlich unschädliche Risikorücklagen und vor allem die schnelle Reform des Forstschädenausgleichsgesetzes.

40 Mitglieder des Waldbauvereins Altenkirchen wurden am Nachmittag von Markus Mann bei der MANN Naturenergie empfangen und in der

"Alten Schule" zunächst mit ausführlichen Informationen über den Betrieb in Langenbach versorgt.

Weiterlesen...