Aktuelle Beiträge und Presseberichte des Waldbauverein Altenkirchen e.V.

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„Nach dem Käfer ist vor dem Käfer“

so betitelte die Siegener Zeitung ihren Bericht über die Jahreshauptversammlung des Waldbauvereins Altenkirchen e. V. am 03.04.2019 in Wissen

Zum internen Teil begrüßte der Vorsitzende Friedrich Freiherr von Hövel die anwesenden Mitglieder und stellte die form- und fristgerechte Einladung zur Versammlung fest.

Im Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen.

In seinem Geschäftsbericht erinnerte der Geschäftsführer Alois Hans an die wichtigsten Veranstaltungen und Aktivitäten des vergangenen Jahres:

  • Die Mitgliederversammlung am 14.03.2018 in Wissen mit dem Vortrag von Hermann Josef Hillen, SVLFG, Bereich Prävention "Gefahren bei der Waldarbeit – Unfallgeschehen und Prävention aus der Sicht der SVLFG“
  • Die große Fahrt nach Belgien vom 28.07. bis 03.08.2018
  • Die Werksbesichtigung bei der Fa. Mann in Langenbach am 10.08.2018
  • Die Teilnahme an der Demonstration von Waldbesitzern in Bad Sassendorf anlässlich der Agrarministerkonferenz (Forderung nach Unterstützung der Politik angesichts von Dürreschäden u. Borkenkäfermassenvermehrung) am 27.09.2018
  • Die Teilnahme an den Westerwald Holztagen in Herrschbach/WW mit gemeinsamem Stand mit dem Waldbauverein Westerwald vom 28. bis 30.09.2018
  • Die alljährliche Fahrt zur Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbandes RLP nach Boppard am 13.11.2017
  • Die Teilnahme und Mitwirkung an diversen Facharbeitskreisen, Ausschüssen und Kongressen auf Bundes-u. Landesebene
  • Ferner teilte er mit, dass im Jahr 2018 3 MS-Schulungen (MS-Kombi) mit insgesamt 12 Teilnehmern durchgeführt wurden. Durch den Wegfall der Förderung ist ein deutlicher Nachfragerückgang spürbar. Der Tod von Herrn Karl-Josef Orfgen, der die Kurse für den Waldbauverein durchgeführt hat, zwang zum Wechsel zu einem neuen Anbieter, mit dem ein neues Konzept erarbeitet wurde. Die neuen Kurse werden von der SVLG anerkannt u. gefördert

Der Vorsitzende erläuterte sodann die wichtigsten Einnahme- u. Ausgabenpositionen im Haushalt des vergangenen Jahres. Im Wesentlichen stimmen Haushaltsansätze und Istwerte überein. Abweichungen wurden erläutert.
Für die Kassenprüfer trug Herr Rudi Weigold den Kassenbericht vor. Er berichtete von einer ordentlichen und vollständig belegten Kassenführung. Beanstandungen ergaben sich keine.
Die anschließend vorgeschlagene Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen.
Gleiches gilt für die Annahme des vom Vorstand vorgelegten Haushaltsplans für 2019.

Neuwahl des Vorstandes
Der Ehrenvorsitzende Otto Heinemann umriss die schwierige aktuelle Lage und bat den Vorsitzenden und den Geschäftsführer um Standfestigkeit. Er schlug der Versammlung vor, Friedrich Freiherr von Hövel als Vorsitzenden wieder zu wählen. Andere Vorschläge gab es nicht. In offener Wahl wurde der Vorgeschlagene erneut und ohne Gegenstimme als Vorsitzender gewählt.
Danach übernahm der Vorsitzende die Wahlleitung und schlug die Vorstandsmitglieder, die sich erneut zur Wahl stellen einzeln zur Wiederwahl vor, weitere Vorschläge gab es nicht. Die Vorgeschlagenen Bernd Theis (Stv. Vorsitzender), Fritz Otto Klotz, Rainer Schuster, Eberhard Seibert, Florian Gränz, Georg Reifenröther, Hubert Brück, Raphael Traut, Winfried Bay und Friedhelm Rütscher wurden ohne Gegenstimme in offener Wahl wiedergewählt.
Für die aus dem Vorstand ausscheidenden Mitglieder Reinhard Lindlein und Friedhelm Mockenhaupt schlug der Vorsitzende die Herren Christoph Idelberger und Hans-Georg Gerhardus als Nachrücker vor. Die Herren stellten sich kurz vor, Gegenvorschläge gab es nicht. Ihre Wahl erfolgte ohne Gegenstimme in offener Abstimmung.
Anschließend würdigte Freiherr von Hövel die fast 30-jährige Tätigkeit von Herrn Lindlein für den Waldbauverein als Geschäftsführer, Vorsitzender und Vorstandsmitglied. Er unterrichtete die Versammlung darüber, dass der Vorstand Herrn Lindlein für seine Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verliehen hat. Dies wurde von der Versammlung mit großem Applaus bestätigt. Er überreichte Herrn Lindlein ein Buchgeschenk. Reinhard Lindlein blickte zurück auf seine Zeit beim Waldbauverein, schilderte die Veränderungen und Herausforderungen, die die Zeit mit sich gebracht hat, betonte die Notwendigkeit der Professionalisierung und sieht Vorstand und Geschäftsführung gut aufgestellt.

Zum Statusbericht der Holzvermarktungsgesellschaft Westerwald Sieg GmbH Forstwirtschaftliche Vereinigung (HWS) erläuterte der Geschäftsführer der HWS Alois Hans die wichtigsten Kennzahlen des siebten Geschäftsjahres seit Firmengründung.
Das Jahr begann mit Stürmen, deren Ausmaß hier wie andernorts weit unterschätzt wurde und setzte sich mit einer Borkenkäferkalamität bisher nicht gekannten Ausmaßes fort. Die über 50.000 Fm (ursprünglich geplant waren 38.000 Fm) verkauften Holzes stammten sämtlich aus diesen Kalamitäten. Die sich im Jahresverlauf zunehmend verschlechternde Marktlage, machte den Holzverkauf zu einer echten Herausforderung, die nur durch die über die Jahre gewachsenen Geschäftsbeziehungen zu den Abnehmern einigermaßen zufriedenstellend gelöst werden konnte. Zahlreiche Informationen und Appelle an Revierleiter und Waldbesitzer, die Holzproduktion an die Vermarktungsmöglichkeiten anzupassen, wurden nicht von allen gleichermaßen beherzigt. Das führte zu massiven Störungen der Verkaufsprozesse, Qualitätsverschlechterungen der Waldlager und Unmut bei allen Beteiligten. Die Lehre daraus kann nur sein, die Kommunikation zwischen Verkauf und Produktion weiter zu verbessern und die bislang weitgehend ungesteuerte Produktion deutlich besser auf die Vermarktung abzustimmen. Dies gilt es aktuell zu beweisen, da sich die durch die Borkäfermassenvermehrung ausgelöste Kalamität(zusätzlich verschlimmert durch erneuten Sturmwurf) in 2019 fortsetzen wird. Die Lage ist gekennzeichnet durch einen völlig überlasteten Holzmarkt, halbierte Preise für die Hauptsortimente und Sorge vor einer weiteren Entfesselung der schon vorhandenen Forstschutzprobleme.
Durch die ungeplante Mehrvermarktungsmenge verbessert sich das Jahresergebnis 2018 der HWS deutlich. Da in 2019 mit einer noch größeren Verkaufsmenge gerechnet wird, wird das Vermarktungsentgelt für dieses Jahr um ein Drittel reduziert.
Seit 01.01.2019 verkauft die HWS auch das Holz der Kommunen im Kreis. Dieser Prozess gestaltete sich viel leichter als ursprünglich gedacht, da die Bürgermeister von Beginn an großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit der HWS zeigten.
Mit einem Ausblick auf die Unwägbarkeiten der Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels und einem Hinweis auf eine geplante Informationsveranstaltung zu Maßnahmen und Strategien gegen die grassierende Borkenkäferkalamität schloss der Geschäftsführer seinen Vortrag.
Auf die Nachfrage eines Haubergsvorstehers, dass er von der HWS eine klare Handlungsanweisung in der jetzigen Situation vermisse, antwortete der GF, dass er alle holzmarktrelevanten Informationen ständig mit dem Forstamt austausche und die Bewirtschaftung des Waldes nach wie vor Sache des Waldbesitzers in Zusammenarbeit mit dem Revierleiter des Forstamtes sei. Eine planmäßige Bewirtschaftung des Waldes sei in der jetzigen Situation illusorisch, da Borkenkäfer und Sturm die Vorgaben bestimmen. Forstamtsleiter Kick stimmte dem zu und riet, alle forstschutzrelevanten Bäume umgehend aufzuarbeiten. Regionalleiter Ridderbusch ergänzte, dass man sich von der Vorstellung verabschieden müsse, alle betroffenen Bäume aufarbeiten und vermarkten zu können und man strategisch so vorgehen müsse, dass die vorhandenen Kapazitäten auf die Bereiche gelenkt werden, wo man durch eigenes Handeln, der Kalamität Einhalt gebieten könne. Dort wo aus Forstschutzgründen nichts mehr zu gewinnen sei, solle man sich abwenden.

Nachdem keine weiteren Fragen aus der Versammlung gestellt wurden, bedankte sich Freiherr von Hövel bei Herrn Hans für die geleistete Arbeit unter schwierigen Bedingungen. Er würdigte das bisher Erreichte und betonte nochmals, wie richtig die Entscheidung war, sich durch die Gründung der HWS rechtzeitig auf die Dinge vorbereitet zu haben, die nunmehr alle betreffen. Mit einem Hinweis auf die nächste Sitzung des Haubergsschöffenrates beschloss er den internen Teil.

Nach einer kurzen Pause, eröffnete Friedrich Freiherr von Hövel den öffentlichen Teil. Er begrüßte namentlich die zahlreichen Ehrengäste, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie die Presse.

Mit deutlichen Worten umschrieb er die derzeitige Misere im Wald und auf den Holzmärkten und richtete einen Appell an die Politik zur Unterstützung. Nicht nur die Fichte sei betroffen und angesichts der verfallenden Holzpreise und der Notwendigkeit zur Wiederaufforstung der Kalamitätsflächen, sei die wirtschaftliche Belastung der Waldbesitzer immens. Die bisherigen Hilfsangebote aus der Politik seien daher bei weitem nicht ausreichend. Bei allem Verständnis für die Niedergeschlagenheit der Waldbesitzenden, rief er dazu auf den Mut nicht zu verlieren und die Herausforderungen anzunehmen.

In seinem sich anschließenden Grußwort zeigte Landrat Lieber Verständnis für die Nöte der Waldbesitzer und bot, wo der Kreis mitwirken könne (z. B. Genehmigungsverfahren für Nasslager) seine Unterstützung an.

Der Forstpolitikreferent im Umweltministerium Dr. Göbel ging danach auf die Neustrukturierung der Holzvermarktung im Land ein. In dieser Hinsicht sah er die Dinge im Landkreis Altenkirchen bereits gut aufgestellt. Angesichts der riesigen Probleme durch Windwürfe und Borkenkäfer riet er zu rascher Aufarbeitung, Holzkonservierung durch Nass-, Trocken- und Folienlager. Die durch die Erweiterung der GAK neu geschaffenen Fördertatbestände würden auch rückwirkend vom Land unterstützt und finanziell begleitet. Bezüglich der Wiederaufforstung könne das Land nur empfehlen. Die Umsetzung bleibe selbstverständlich dem Waldbesitzer überlassen. Man sei allerdings gut beraten, durch den Einsatz klimastabiler Baumarten das Risiko zu streuen. Die neuen Förderrichtlinien sehen Nadelholzanteile bis 70 % und, aus Erfahrung klug, nur noch eine Förderrate vor.

Die kommissarische PEFC-Regionalassistentin Lea Bächle zeigte anschließend die PEFC-relevanten Punkte beim Handeln in Kalamitätssituationen auf (Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Unternehmereinsatz, flächiges Befahren, Kahlschläge, UVV).

Als Hauptredner der Versammlung hatte der Waldbauverein Martin Redmann, langjähriger Forstconsulter, eingeladen.
In seinem Vortrag Klimawandelfolgen: konkrete Auswirkungen auf Wald, Bewirtschafter und Nutzer ging er auf die einzelnen Aspekte der möglichen Folgen des Klimawandels auf den Wald ein, die aktueller kaum zu spüren sein dürften.
Seine Empfehlungen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

STARKE RISIKOSTREUUNG
Laubnadel-/Nadellaubmischwälder kleinflächig und zeitlich mischen.
(Buche, Douglasie, Eiche, Weißtanne, Esskastanie)

MASSIVE RISIKOSENKUNG
Umtriebszeiten / Baumhöhen reduzieren, Wälder verjüngen.
Keine Nutzungszeiten bei Fichte > 80 Jahre, Buche > 120 Jahre.

RISIKOSTREUUNG UND –SENKUNG
Standortskartierung basierend auf Geländeerhebungen mit regionaler Klimainterpretation und zukunftsfähiger Personalausstattung.

SICHERUNG VON WALD- UND HOLZWIRTSCHAFT
Wegemanagement, das Wasserrückhalt und -abführung ohne Schäden zulässt.
Keine Anwendung einer Richtlinie ländlicher Wegebau aus dem Jahr 2015, die Klimawandelfolgen nicht berücksichtigt.
Moderne und gut bezahlte Arbeitsplätze im Wald
Keine Anwerbung junger, engagierter Menschen mit Arbeitsplatzbeschreibungen und stellenweise –bedingungen von gestern.

Mit einem Präsent und dem Dank bei dem Referenten für den Vortrag sowie den Anwesenden für ihr Erscheinen schloss der Vorsitzende um 21.00 Uhr die Versammlung.

 

Die Siegener Zeitung berichtet über die Jahreshauptversammlung:

Den neuen Vorstand ab dem 03.04.2019 sehen Sie hier

Bericht aus der Versammlung

Eine umfangreiche Tagesordnung mit Vortandswahlen und Berichten, sowie Beiträge von Gästen und dem Referenten Martin Redmann standen

auf dem Programm.

Hier einige fotografische Eindrücke der Veranstaltung im Kulturwerk in Wissen.

 

 

Informationsveranstaltung des Waldbauvereins Altenkirchen e. V.

am Mittwoch, 10. April 2019, 17.00 Uhr im KulturWerk Wissen, Walzwerkstraße 22, 57537 Wissen

Thema: Borkenkäferkalamität 2019 – Maßnahmen und Strategien zu deren Bewältigung

Windwürfe und die lang anhaltende trocken-heiße Witterung des Jahres 2018 haben dafür gesorgt, dass eine Borkenkäfermassenvermehrung bisher nicht gekannten Ausmaßes die Existenz unserer Fichtenwälder massiv bedroht.

Gemeinsam mit Experten von Landesforsten Rheinland-Pfalz wollen wir Ihnen Gegenmaßnahmen und Strategien vorstellen, die dazu beitragen können, dieser Entwicklung wieder Herr zu werden.

Die Siegener Zeitung berichtet am 24.01.2019 über die Borkenkäferplage und den Folgen für die Holzvermarktung.

Den Artikel können Sie hier lesen.

Hier finden Sie unseren Flyer mit einer detailierten Reisebeschreibung.

Flyer Exkursion 2019

Die Lage im deutschen Wald muss zur Zeit durch die Folgen der Dürre und des Insektenbefalls als katastrophal bezeichnet werden. Dazu eine Resolution des Bundeskongresses für forstliche Zusammenschlüsse am Ende des Beitrags. Entsprechend der Situation im Wald ist die Absatzlage auf dem Holzmarkt ebenfalls sehr schwierig.

Jeder Waldbesitzer kann bei der Schadensbegrenzung helfen:

  • Holz stehend konservieren und Einschlag erst, wenn ein kurzfristiger Verkauf gesichert ist
  • Keine Sortimente aufarbeiten, für die es aktuell keinen Markt gibt (dazu gehört auch älteres Käferholz)
  • Wo es Sinn macht, Entrindungsmöglichkeiten prüfen (Entrindungsmaschine)
  • Keine Aufarbeitung ohne Abstimmung mit dem zuständigen Förster

                                                Resolution
Bundeskongress Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse 2018               

                      Waldbesitzer im Würgegriff des Klimawandels
Der deutsche Wald ist akut bedroht. Und damit auch alle Leistungen, die der Wald für die Gesellschaft
erbringt. Diese gehen über die wichtige Rohstoffbasis hinaus und schließen auch die Erholungsleistungen,
die Schutzfunktion und den Lebensraum Wald ein.
Seit nunmehr 2 Jahren wird das Geschehen in der Forstwirtschaft durch eine nicht enden wollende
Reihe von Extremwetterereignissen bestimmt. Seit Sommer dieses Jahres hat sich die Lage durch den
zusätzlichen Anfall riesiger Holzmengen infolge von Dürre und Insektenbefall nochmals dramatisch
verschärft. Deutschlandweit sind bis dato 20 Mio. Festmeter Schadholz allein im Privatwald angefallen.
In der Summe entstand eine Kahlfläche von 50.000 Hektar - eine Fläche 250-mal so groß wie der
Hambacher Forst. Doch das ist erst der Anfang. Experten rechnen für die kommenden Jahre mit weiter
steigenden Insektenschäden in ganz Mitteleuropa.
Vielerorts ist das Schadholz nicht mehr oder nur noch zu Ramschpreisen abzusetzen. Mittlerweile
sind über 300.000 Waldbesitzer betroffen. Finanzielle Reserven für eine planmäßige Wiederbewaldung
sind aufgezehrt. Vor allem für kleine Familienbetriebe sind die Grenzen der Belastbarkeit deutlich
überschritten.
Folgende Leistungen aus dem Kleinprivatwald für die Gesellschaft sind gefährdet:


o Die Erreichung der Klimaschutzziele durch die Holzverwendung.
o Die Erholungsmöglichkeiten in unseren Wäldern.
o Die vielfältigen Schutzfunktionen des Waldes.
o Die Wertschöpfung, Arbeit und Einkommen im ländlichen Raum.


Aus ganz Deutschland haben sich in Wernigerode Vertreter des Kleinprivatwaldes zusammengefunden,
um die katastrophale Lage zu analysieren und über Lösungen zu beraten. Nur durch eine nachhaltige
Bewirtschaftung der Wälder wird es möglich sein, alle Leistungen des Waldes für die Gesellschaft
zu sichern.
Dieser Aufgabe stellen sich die Waldbesitzer. Aber allein für die Wiederbewaldung der Schadflächen
wird im Jahr 2019 ein Betrag von 250 Mio. Euro notwendig sein, den die betroffenen Waldbesitzer
unmöglich aus eigener Kraft aufbringen können. Die prognostizierten Schäden in den Folgejahren
werden nochmals ein Vielfaches dieser Kosten verursachen.
Hunderttausende Waldbesitzer sind überfordert und fühlen sich mit den Folgen des Klimawandels
allein gelassen. Ohne die Unterstützung der Politik beschleunigt sich die Entwaldung mit dramatischen
Auswirkungen für die gesamte Gesellschaft.

Der Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz lädt ein zur Mitgliederversammlung am Dienstag, den 13.11. 2018

in die Stadthalle Boppard.

Nach den vereinsinternen Tagesordnungspunkten im nicht öffentlichen Teil folgt nach den diversen Grußworten der

"Bericht aus Berlin" von Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW - Die Waldeigentümer. Im Anschluss

spricht die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, über "Strategien und Maßnahmen der Bundesregierung

für den Forstsektor".

Der Waldbauverein Altenkirchen organisiert für seine Mitglieder wieder eine Busfahrt zu dieser Veranstaltung. Wir hoffen auf eine rege

Beteiligung. Eine Anmeldung ist erforderlich.  Hier geht es zum Rückmeldeformular.